UFI-Projekt Februar 2022 - Die Käsemacher GmbH

Innovative Energiezentrale sorgt bei den Käsemachern im Waldviertel für nachhaltige Kälteerzeugung

Die Käsemacher GmbH ist ein Familienunternehmen, welches 1991 von Hermann Ploner gegründet wurde. Zur damaligen Zeit war er der Erste in Österreich, der sich auf Produkte aus Schaf- und Ziegenmilch spezialisiert hat. Das Unternehmen stellt in seiner Manufaktur im naturbelassenen Hochplateau des Waldviertels mit viel Liebe und nach bewährter Tradition vielfältige Käse- und Antipasti-Spezialitäten her. Rund 5 Mio. Liter Milch aus der Region werden hier pro Jahr verarbeitet. Die Käsemacher GmbH beliefert alle heimischen Handelsketten und exportiert in mehr als 40 Länder der Welt – der Exportanteil liegt bei ca. 30 %. Rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter widmen sich dem „Geschmackserlebnis Käse“ und garantieren beste Qualität.

Nachhaltigkeit als Teil der Firmenphilosophie

Der Name DIE KÄSEMACHER spiegelt die Philosophie des Unternehmens wider: handwerkliche, regionale Tradition, Liebe zu Natur und Tier sowie wahre Leidenschaft fürs Käsemachen. Aber auch das Thema Nachhaltigkeit wird im Unternehmen ganz groß geschrieben. Bei den Rohstoffen achtet die Käsemacher GmbH konsequent auf beste regionale Qualität und während des gesamten Produktionsprozesses liegt der Fokus auf einem achtsamen Umgang mit den Ressourcen. Dazu gehören eine sorgfältige Milchproduktion im Einklang mit der Natur, ein liebevoller Umgang mit den Tieren und eine artgerechte Tierhaltung. „Klasse statt Masse“ ist hier die Devise und genau das schmeckt man auch bei den zahlreichen Produkten.

Innovative Energiezentrale zur nachhaltigen Kälteerzeugung

Um im Bereich der Nachhaltigkeit nun wieder einen Schritt weiter zu gehen, plant die Käsemacher GmbH am Produktionsstandort in Vitis (NÖ) die Errichtung einer Kälte-Energiezentrale mit dem natürlichen Kältemittel Ammoniak als Ersatz für bestehende dezentrale Kälteanlagen. Mit der Errichtung der neuen Kältezentrale wird die benötigte Kälte zentral erzeugt und über Luftkühler an die bestehenden Räume abgegeben. Um eine möglichst effiziente Kälteversorgung herzustellen wird ein Eisspeicher während der Nachtstunden aufgebaut. Weiters wird während der Nachtstunden die Kühlraumtemperatur von den benötigten 6°C auf 2-3°C gesenkt, um den Kühlraum als zusätzlichen Speicher für den Tag zu nutzen.

Zur Effizienzsteigerung der Kälte-Energiezentrale ist geplant eine Wärmerückgewinnung aus der Kälteanlage mit einer Heizleistung von 130 kW zu errichten. Eine intelligente Steuerung sorgt dafür, dass die Leistung der Kälteanlage bei Stromspitzen gedrosselt wird. Zusätzlich ist auch die Errichtung einer Photovoltaikanlage geplant, die in die Steuerung der Kälteanlage integriert werden soll. Insgesamt können durch die neue Kältezentrale CO2-Emissionen im Ausmaß von 152 Tonnen jährlich vermieden werden.

Der förderungsfähige Anteil dieses nachhaltigen Projektes der Käsemacher GmbH liegt bei rund 600.000 Euro (die Gesamtinvestitionskosten bei rund 800.000 Euro). Davon werden über 137.000 Euro durch Förderungen aus der „Umweltförderung im Inland“, sowie aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung bereitgestellt. Die Kommunalkredit Public Consulting ist für die Förderungsabwicklung im Auftrag des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) zuständig.

Foto vom Firmengebäude die Käsemacher
Urheberrecht: Die Käsemacher GmbH
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