Pauschalförderungen:

Umwelt- und klimafreundliche Wärmeerzeuger werden attraktiver

Mehr Förderung beim Umstieg auf erneuerbare Energieträger

Die Energiewende macht auch vor einzelnen Betrieben nicht halt. Der Umstieg auf erneuerbare Energieträger wird nun auch durch Umstellungsverpflichtungen für Wärmeerzeugungsanlagen im kommenden Jahr konkret. Heizöl leicht darf in Kesselanlagen mit bis zu 400 kW in Zukunft nicht mehr verwendet werden. Im Rahmen der letzten Kommissionssitzung der Umweltförderung im Inland wurden Anpassungen in den Förderungsschienen für Wärmeerzeugungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energieträger beschlossen. Gemeint sind damit:

  • Biomasse-Einzelanlagen,
  • Solaranlagen,
  • die Errichtung von Fernwärmeanschlüssen und
  • die Verdichtung von Wärmeverteilnetzen. Hintergrund für die Anpassungen sind Umstellungsverpflichtungen in Wärmeerzeugungsanlagen im kommenden Jahr.

Die Pauschalsätze sollen gegenüber den bisherigen Werten um ca. 15 % angehoben und gemäß nachfolgender Tabelle angepasst werden. Die Veränderungen sind in der Spalte „neu“ angeführt:

 

NEUbisher
Holzheizungen < 400 kW155 Euro/kW (0-50 kW)
70 Euro/kW (für jedes weitere kW bis 400 kW)
135 Euro/kW (0-50 kW)
60 Euro/kW (für jedes weitere kW bis 400 kW)
Thermische Solaran-
lagen < 100 m²
150 Euro/m² bei Standardkollektoren 
195 Euro/m² bei Vakuumkollektoren
125 Euro/m² Luftkollektoren
130 Euro/m² bei Standardkollektoren  
170 Euro/m² bei Vakuumkollektoren
110 Euro/m² Luftkollektoren
Fernwärmeanschlüsse und Verdichtungsanträge < 400 kW Biomasse-Fernwärme70 Euro/kW (0-100 kW)
35 Euro/kW (für jedes weitere kW bis 400 kW)
62 Euro/kW (0-100 kW)
32 Euro/kW (für jedes weitere kW bis 400 kW)
Fernwärmeanschlüsse und Verdichtungsanträge < 400 kW Fossile Fernwärme35 Euro/kW (0-100 kW)
18 Euro/kW (für jedes weitere kW bis 400 kW)
32 Euro/kW (0-100 kW)
16 Euro/kW (für jedes weitere kW bis 400 kW)

 

In den vergangenen sechs Jahren wurden in den betroffenen Förderungsbereichen der Umweltförderung im Inland rund 890 Förderungsansuchen pro Jahr genehmigt. Diese Projekte haben rund 19,6 Millionen Euro pro Jahr an umweltrelevanten Investitionen in Österreich ausgelöst.

Die Anpassungen treten mit 02.01.2017 in Kraft. Weitere Informationen zu den betroffenen Förderungsschienen finden Sie hier.

Urheberrecht: lassedesignen / Shutterstock.com