Anpassung um Holzgasproduktion:

BIOMASSE KWK UND HOLZGASERZEUGUNG AUF BASIS ERNEUERBARER ENERGIETRÄGER ZUR EIGENVERSORGUNG

Aufbauend auf den positiven Erfahrungen einiger im Rahmen der Umweltförderung im Inland (UFI) geförderter und erfolgreich umgesetzter Demonstrationsvorhaben im Bereich der Holzvergaser-Technologien wird ebenfalls mit 1. Juli 2020 der bestehende Förderungsbereich „Biomasse Kraft-Wärme-Kopplungen“ angepasst und um Anlagen zur Holzgasproduktion erweitert. Im Vordergrund steht dabei die Eigenbedarfsdeckung mit Strom und Wärme oder mit Holzgas.

Der Eigenverbrauchsanteil bei Biomasse-KWK-Anlagen für Strom und Wärme muss bei mindestens 80 % liegen und ist eine Bedingung im Förderungsvertrag. Die Einspeisung der erzeugten Wärme in ein Versorgungsnetz ist dabei dem Eigenverbrauch gleichgestellt. Netzgekoppelte Anlagen zur Einspeisung von Ökostrom werden auch hinsichtlich der Investitionen zur Wärmeauskopplung nicht mehr gefördert. Bei Anlagen zur Holzgasproduktion (keine Erzeugung von Strom oder Wärme) müssen 80 % des erzeugten Produktgases ebenfalls innerbetrieblich verwendet werden. Einreichen können alle Betriebe, sonstige unternehmerisch tätige Organisationen sowie Vereine und konfessionelle Einrichtungen. Die Förderung beträgt abhängig von der Art der Anlage bis zu 35 % der förderungsfähigen Kosten.

Was wird gefördert?

  • Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplungen zur Eigenversorgung mit Strom, zur Eigenversorgung mit Wärme bzw. Einspeisung der Wärme in ein Nah-/Fernwärmenetz auf Grundlage der thermischen Vergasung von fester Biomasse (Holzpellets, Hackgut aus fester Biomasse oder Stückholz)
  • Thermische Vergasungsanlagen und Aufbereitungsanlagen zur Eigenversorgung von Betrieben mit Produktgas auf Grundlage fester Biomasse

Die detaillierten Förderungsbestimmungen finden Sie unter: www.umweltfoerderungen.at/nahwaermeversorgung.

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