Vorsitz im Rat der Europäischen Union:

UND DAS LEISTET DIE KPC IN DIESEN BEREICHEN

Gemeinsame Position in einer zukunftsorientierten Klimapolitik
Beim Klimaschutz besteht viel Diskussionsbedarf innerhalb der EU. Für die Umsetzung der Vorgaben aus dem Pariser UN-Klimaabkommen müssen die Mitgliedsstaaten eine gemeinsame Position zu Kernpunkten des Abkommens, wie beispielsweise der Klimafinanzierung finden. Im Bereich Klimafinanzierung hat die KPC jahrelange Erfahrung und aktuell jede Menge Berührungspunkte.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) finalisiert die KPC derzeit eine Studie zum Thema „Einbindung des Privatsektors in die internationale Klimafinanzierung“. Die Studie soll daraufhin in den Ministerrat eingebracht werden, um potentiell weitere Schritte zu setzen. Inhaltlich nimmt die Studie Bezug auf Möglichkeiten zur Einbindung des Privatsektors (Technologieanbieter, Banken, Investoren, etc.) in klimarelevante Projekte in Entwicklungsländern. Sowohl für den privaten als auch den öffentlichen Sektor soll eine Win-Win-Situation erwirkt werden. Für den Privatsektor sollen Geschäftschancen generiert werden, der Beitrag Österreichs zur internationalen Klimafinanzierung soll gestärkt und die Kooperation mit Entwicklungsländern gefördert werden.

Im Rahmen des heurigen Austrian Climate Change Workshops der KPC in Kooperation mit dem BMNT diskutierten internationale Fachexperten zum Thema “The Way forward on Climate and Sustainable Finance”.

Gemeinsam mit einem deutschen Beratungsunternehmen erhielt die KPC kürzlich vom deutschen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit den Zuschlag zum Projekt „Klimafreundliche Ausgestaltung des EU Haushaltes und des Finanzmarktes als Beitrag zu einer langfristig emissionsarmen EU-Klimapolitik“. Die KPC ist hier für das Arbeitspaket „Sustainable Finance“ verantwortlich, und wird den Auftraggeber über die kommenden beiden Jahre zu diversen Themen im Rahmen des EU-Aktionsplanes zu nachhaltiger Finanzierung beraten, ein Expertenpapier erarbeiten und dieses auf europäischer Ebene vorstellen.

Gemeinsam mit IT-Experten hat die KPC im Auftrag der EBRD ein Tool entwickelt, das ein Upscaling der EBRD Green Economy Financing Facilities (GEFFs) erlauben wird. Beim sogenannten Technology Selector handelt es sich um eine Datenbank mit Energieeffizienzprodukten die in Abhängigkeit vom Energieeffizienzniveau des jeweiligen Landes im Rahmen der Finanzierung durch GEFFs zum Einsatz kommen können. Das Tool wurde Ende Mai gelauncht und ist unter https://ts.ebrdgeff.com/gtc-en/ für die Öffentlichkeit zugänglich.

„Saubere Energie für alle Europäer“ – Erneuerbare Energien
Unser Energie- und Mobilitätssystem muss sukzessive umgebaut werden, um das Pariser Klimaabkommen zu erfüllen und dem Klimawandel Einhalt zu gebieten. Die Energiewende ist nicht nur ein großer Beitrag zu unserer Umwelt, sie ist auch eine Chance für Österreichs Wirtschaft. Sie bedeutet zukunftssichere Arbeitsplätze und Exportmöglichkeiten für Unternehmen. Die KPC managt Förderungen für, modernste Umwelttechnologien die positive Umwelteffekte für eine Energiewende erreichen.

Österreich ist auf dem Weg, Musterland bei der Deckung der Energieversorgung durch erneuerbare Energieträger aus eigener Produktion zu werden. Die Umweltförderung im Inland, das Förderungsinstrument des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT), die von der KPC abgewickelt wird, bietet mit ihren Förderungsangeboten erfolgreich Anreize für green investments in Betrieben. Nach wie vor wichtig sind Investitionen in Biomasse-Nahwärmesysteme. Diese leisten einen immensen Beitrag zur „Wärmewende“ bei der Raumwärmeversorgung und der Verdrängung fossiler Energieträger beim Heizen. Im Privatbereich wickelt die KPC seit Jahren für den Klima- und Energiefonds Förderungen für Holzheizungen, Solaranlagen und PV-Anlagen ab. Ende Mai 2018 haben die heurigen Aktionen gestartet. Mehr

Für Österreich als Wasserkraftland ist ein ökologisch verträglicher Ausbau der Wasserwirtschaft im Einklang mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie sinnvoll. Wenn Österreich energieautark sein will, spielt die Wasserkraft die wichtigste Rolle, da sie den größten Teil der erneuerbaren Energien in Österreich abdeckt.

Ein weiterer wichtiger Faktor, ist die Reduktion des Energiebedarfs. Die Energieeffizienz kann durch Einsparungen im Gebäudebereich (thermische Sanierungen und hohe Baustandards) sowie im Verkehrsbereich durch Einführung und Förderung sauberer Mobilität (Elektromobilität und öffentlicher Verkehr) gesteigert werden. Im Gebäudebereich stellt die österreichische Bundesregierung mit der Sanierungsoffensive Förderungsmittel bereit.

Im Verkehrssektor schafft die österreichische Bundesregierung gemeinsam mit den Autoimporteuren und Fahrzeughändlern Anreize zur Anschaffung von E-Fahrzeugen und zur Errichtung von E-Ladeinfrastruktur. Die KPC hat ein attraktives Förderungsangebot entwickelt, das rasch und mit geringem Aufwand bei der Anschaffung von Elektrofahrzeugen in Anspruch genommen werden kann.

Kreislaufwirtschaft
Das Bewusstsein für die Endlichkeit unserer Ressourcen und die Notwendigkeit von Sparsamkeit und Effizienz in ihrer Benutzung ist EU-weit vorhanden. Die Suche nach innovativen Maßnahmen und Technologien zum Ressourcenmanagement hat Priorität. In Österreich wird eine innovative Rohstoffpolitik verfolgt, die auch die Förderung eines neuartigen Ressourcenmanagements innerhalb einer Kreislaufwirtschaft beinhaltet. Projekte aus der Förderungsschiene Ressourceneffizienz in Betrieben gewinnen zunehmend an Bedeutung. Projektanzahl und Fördervolumen sind zwar im Vergleich noch eher gering, sie liefern aber schöne und wichtige Beiträge zur Technologieentwicklung und Marktdurchdringung auf diesem Sektor. Im Vordergrund der Projektideen stehen die Steigerung der Rohstoffeffizienz und die Anwendung nachwachsender Rohstoffe. Die Umweltförderung im Inland wirkt damit auch als wichtiger Motor zur Schaffung einer Kreislaufwirtschaft, bei der de facto kein Abfall entstehen soll, jedes Produkt und jeder Rohstoff bis zum Maximum seines Potentials ausgeschöpft wird und nachhaltiger Konsum Wirklichkeit ist.

 

 

 

 

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