Hochwasserschutz:

Projekt zum Schutz FÜR 350 PERSONEN UND 75 GEBÄUDE

Im November 2012 wurde der Ortsbereich von Lavamünd im Bezirk Wolfsberg in Kärnten durch ein Hochwasserereignis der Drau massiv überflutet. Das Ausmaß dieser Überflutungen entsprach einem 100-jährlichen Hochwasser. Der betroffene Ortsbereich liegt direkt an der Drau im Unterwasserbereich der Wehranlage Kraftwerk Lavamünd. Direkt im Ortszentrum mündet die Lavant in die Drau.

Auf Basis der Auswirkungen dieses Hochwassers wurden Bemessungen gemacht und ein Gefahrenzonenplan entworfen. Anhand dessen wurde deutlich, dass große Teile des bestehenden Siedlungsgebietes im Ortsbereich von Lavamünd innerhalb der roten und gelben Gefahrenzonen liegen. Zum Hochwasserschutz wurde nun ein Projekt der Gemeinde in enger Abstimmung mit allen zuständigen Fachstellen, Anrainern und sonstigen Beteiligten gestartet. Projektziel ist ein 100-jählicher Hochwasserschutz am Zusammenfluss von Drau und Lavant. Durch die geplanten Maßnahmen können mehr als 350 Personen und etwa 75 Gebäude vor einem derartigen Ereignis geschützt werden.

Entlang der Gewässerufer sind Linearmaßnahmen nötig und über weite Strecken müssen Hochwasserschutzmauern aus Beton errichtet werden. In einzelnen Abschnitten werden große Mauerhöhen mit Glaselementen versehen. Diese sollen dort einen Ausgleich bringen, wo die Sichtachsen der Anrainer durch die Hochwasserschutzmauern stark eingeschränkt werden. An einigen Abschnitten soll entlang der neuen Mauer ein Radweg angelegt werden. Die geplanten Maßnahmen berücksichtigen nicht nur Mensch und Naturgewalt. Auf die Lebensraumansprüche der wertbestimmenden Tierarten der Region, insbesondere Würfelnatter und Fische, wurde in der Planung ebenso Rücksicht genommen.

Eine Entwässerung im freien Gefälle über die Uferböschungen ist durch die Errichtung der Uferschutzmauern, die dicht in den Felsuntergrund eingebunden werden, künftig nicht mehr möglich. Somit werden Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der bestehenden Entwässerungseinrichtungen und zur Kommunikation des Grundwasserkörpers mit der Drau erforderlich.

Geplant ist, mit der Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahme im Frühjahr 2018 zu beginnen. Die vollständige Umsetzung soll voraussichtlich bis 2022 erfolgen. Die Finanzierung ist aus Mitteln von Bund, Land Kärnten und der Gemeinde Lavamünd vorgesehen, wobei von der Verbund Hydro Power GmbH ein Sonderbeitrag geleistet wird.

Förderungen für Hochwasserschutz
Die Projekte zum Hochwasserschutz werden in Abstimmung mit der Bundeswasserbauverwaltung des Landes entwickelt. Die Bundeswasserbauverwaltung des entsprechenden Landes reicht im Namen des Begünstigten die Anträge bei der KPC ein.

Unter www.umweltfoerderung.at finden sich nicht nur die entsprechenden Angebote, sondern auch alle relevanten Informationen zum Antrag.

Weitere Informationen:
Umweltförderung in Österreich
Hochwasserschutz
Kommunalkredit Public Consulting (KPC)

Urheberrecht: BWV Kärnten, Amt der Kärntner Landesregierung, Abt. 8