Projektbeispiel Prozesskälteanlagen

AGRU GmbH verringert mit Förderung den Energieverbrauch und spart 100 Tonnen CO2/Jahr

Förderungen für umweltfreundliche Lösungen im Bereich der Prozesskälte waren in der Vergangenheit auf Anlagen mit „natürlichen“ Kältemitteln (CO2, Ammoniak) bzw. Absorptions- und Adsorptionsanlagen mit Antriebsenergie auf Basis erneuerbarer Energieträger oder industrieller Abwärme beschränkt. Seit 1.1.2017 werden auch Kältemittel mit einem sehr geringen GWP (Global Warming Potential) von kleiner als 150 gefördert. Ebenso wird auch der Austausch bzw. die Optimierung von Prozesskälteanlagen unter Verwendung von Kältemitteln bis zu einem GWP von 1.500 gefördert, sofern bestimmte Mindestkriterien für die Energieeffizienz der Anlage eingehalten werden. Da Prozesskälteanlagen Nutzungsdauern von 15 Jahren und mehr aufweisen, möchte die Umweltförderung im Inland mit der Förderung langfristige, energiesparende und emissionsarme Lösungen attraktiver machen.

Die ersten Erfolgsbeispiele nach den Änderungen der Förderung zu Jahresbeginn lassen sich herzeigen. Mit über 1.000 Mitarbeitern zählt das Familienunternehmen Alois Gruber GmbH (AGRU) zu den weltweit wichtigsten Anbietern von Rohrleitungssystemen, Dichtungsbahnen und anderen technischen Kunststofferzeugnissen. AGRU betreibt im oberösterreichischen Bad Hall (OÖ) einen Betrieb zur Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren und hat die bestehenden Rückkühler der Kälteanlage durch energieeffizientere Modelle ersetzt.

Durch die neuen Rückkühler verringerte sich einerseits der Energieverbrauch im Sommerbetrieb und andererseits kann der FreeCooling-Betrieb der Kälteanlage deutlich verlängert werden. Durch diese Maßnahmen können jährlich rund 100 Tonnen CO2 eingespart werden. Inklusive der EU- Förderung konnte für dieses Projekt ein Fördersatz von 25 % vergeben werden. Für die EU-Förderung war kein weiterer Antrag notwendig, da dies durch die KPC mitabgewickelt wird.

Im heurigen Jahr wurden bereits über 90 Förderungsanträge mit insgesamt 43,5 Millionen Euro beantragten Investitionskosten im Schwerpunkt Klimatisierung und Kühlung eingereicht. Etwa zwei Drittel der beantragten Projekte hat den Austausch und die Optimierung von Prozesskälteanlagen unter Verwendung von Kältemitteln bis zu einem GWP von 1.500 zum Inhalt.

Weitere Informationen zur Förderung „Klimatisierung und Kühlung“ finden Sie hier

Urheberrecht: allstars /shutterstock.com