NEUE KOMBINATIONS-MÖGLICHKEITEN VON FÖRDERUNGEN

Eine gleichzeitige Inanspruchnahme ist nun möglich

Gute Nachrichten für alle PlanerInnen von Projekten, die sowohl bei der Umweltförderung (KPC) als auch bei der österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) oder dem Austria Wirtschaftsservice (AWS) förderfähig wären. Eine Kombination von Haftungs- und Garantieinstrumenten der AWS und der ÖHT mit der Umweltförderung ist nun erweitert worden. Damit wird die gleichzeitige Inanspruchnahme von Förderungen aus zwei Bundesförderungsinstrumenten bis zur beihilfenrechtlichen Höchstgrenze möglich.

Ein gutes Bespiel:
Bei einem gemischten Tourismusprojekt von 1.000.000 Euro, bei dem 400.000 Euro umweltrelevant sind, kann bei der ÖHT ein Antrag über 1.000.000 Euro (bisher 600.000 Euro) und bei der KPC ein Antrag über 400.000 Euro eingebracht werden. Bei der KPC müssen zwar Rechnungen über 400.000 Euro beigebracht werden, diese können aber auch bei der ÖHT als förderbar anerkannt werden. Die Förderungsmöglichkeiten steigen somit. Die neue Regelung gilt für alle ab dem 1.6.2017 bei der KPC genehmigten Förderungsanträge. Zu beachten ist dabei, dass unbedingt schon bei der Einreichung bekannt zu geben ist, ob auch bei weiteren Förderstellen eingereicht worden ist oder noch wird. Nur so kann eine gute Abstimmung zwischen den Förderstellen gewährleistet und Missverständnisse vermieden werden.

Alle Kombinationsmöglichkeiten haben wir für Sie im Folgenden zusammengestellt:
Kombinierbare Förderungen:

  1. Richtlinie des Bundesministers für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft für die Übernahme von Haftungen für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft 2014 – 2020 in der Fassung vom 26.02.2015, gemäß Bundesgesetz über besondere Förderungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU-Fördergesetz), BGBl. Nr. 432/1996 in der jeweils geltenden Fassung.
  2. Richtlinie des Bundesministers für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft über den TOP-Tourismus-Impuls 2014 – 2020, in der Fassung vom 26.02.2015, Teil A: TOPInvestitionen gemäß Bundesgesetz über besondere Förderungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU-Fördergesetz), BGBl. Nr. 432/1996 in der jeweils geltenden Fassung
  3. Richtlinie für eine KMU-lnvestitionszuwachsprämie Österreich des BMWFW im Einvernehmen mit dem BMF vom 07.03.2017 in der Fassung vom 31.03.2017 gemäß Bundesgesetz über besondere Förderungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU-Fördergesetz), BGBl. Nr. 32/1996 in der jeweils geltenden Fassung
  4. AWS ERP-Tourismusprogramm; Investitionsbeihilfen für KMU gemäß Verordnung (EU) Nr. 651/2014 (AGVO Art. 14 und 17) sowie gemäß Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 („De Minimis“-Verordnung)
  5. AWS ERP-Kleinkreditprogramm zur Verbesserung der Finanzierungsstruktur von kleinen Unternehmen gemäß Verordnung (EU) Nr. 651/2014 (AGVO Art. 17) und Verordnung (EU Nr. 1407/2013 („De Minimis“-Verordnung)
  6. AWS ERP-KMU- und Wachstumsprogramm Richtlinie des ERP-Fonds gemäß Verordnung (EU) Nr. 651/2014 (AGVO Art. 17) sowie gemäß Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 („De Minimis“-Verordnung)
  7. AWS ERP-Regionalprogramm Richtlinie des ERP-Fonds gemäß Verordnung (EU) Nr. 651/2014 (AGVO Art. 14) sowie gemäß Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 („De Minimis“-Verordnung)
  8. AWS ERP-Technologieprogramm Richtlinie des ERP-Fonds gemäß Verordnung (EU) Nr. 651/2014 (AGVO Art. 14) sowie gemäß Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 („De Minimis“-Verordnung)
  9. SONDERRICHTLINIE für eine Investitionszuwachsprämie für große Unternehmen in Österreich des BMWFW im Einvernehmen mit dem BMF in der Fassung vom 15. Mai 2017 gemäß Allgemeine Rahmenrichtlinien für die Gewährung von Förderungen aus Bundesmitteln (ARR 2014), BGBl. II Nr. 208/2014 in der jeweils geltenden Fassung.
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