Solare Großanlagen, Demoprojekte Solarhaus und Mustersanierung

Start der Förderungsaktionen des Klimafonds

Solarthermie – Solare Großanlagen

Solarthermie zur Wärme- und Warmwasserversorgung hat in Österreich traditionell einen hohen Stellenwert. Neben kleineren Solaranlagen für Warmwasser und Heizungsunterstützung besteht vor allem Potenzial in der Optimierung von hocheffizienten solaren Großanlagen, auch in Verbindung mit dem Einsatz von innovativen Speichertechnologien.

Vor diesem Hintergrund hat der Klima- und Energiefonds im Jahr 2010 das Förderungsprogramm „Solarthermie –solare Großanlagen“ initiiert. Bisher wurden sieben erfolgreiche Ausschreibungen durchgeführt und es konnten an 253 Projekte Förderungszusagen vergeben werden. Durch die Förderung von einzelnen Komponenten und Speichern bis hin zu neuen Systemansätzen werden Innovationen bei der Erschließung des zukunftsfähigen Großanlagenmarktes gefördert.

Unterstützt werden im Rahmen dieses Programms innovative, große solarthermische Anlagen mit einer Kollektorfläche von 100 bis 10.000 m². Die Schwerpunktbereiche reichen von solarer Prozesswärme über solare Netzeinspeisung mit hohen solaren Deckungsgraden. In einem zusätzlichen Schwerpunkt wird der Einsatz von neuen, innovativen Technologien für große solarthermische Anwendungen in der Praxis gefördert.

Antragsberechtigt sind alle natürlichen und juristischen Personen in Ausübung gewerblicher Tätigkeiten (jedoch nicht auf die Gewerbeordnung beschränkt) sowie Gebietskörperschaften in Österreich. Die Förderung erfolgt in Form von nicht rückzahlbaren Investitionszuschüssen mit einem Förderungssatz von bis zu 40 % (bzw. 45 % für KMU) der umweltrelevanten Mehrkosten.

Um besonders innovative Projekte zu begleiten und die AnlagenbetreiberInnen bei der Optimierung der Anlagen zu unterstützen, werden diese durch eine Begleitforschung mit intensivem Monitoring betreut. Die Erkenntnisse daraus dienen der Weiterentwicklung der Technologie und fließen laufend in die Umsetzung neuer solarer Großanlagen ein.

Die Förderungsaktion „Solarthermie – solare Großanlagen“ läuft vom 25.04.2017 bis zum 22.09.2017. Weitere Informationen zur Förderung von solaren Großanlagen finden Sie im Leitfaden.


Demoprojekte Solarhaus – eine Förderung für Privatpersonen

Solarthermie zur Wärme- und Warmwasserversorgung stellt in Österreich im Bereich der erneuerbaren Energien einen wichtigen Industriezweig dar. Ein großer Marktanteil für thermische Solaranlagen setzt sich aus der Warmwasseraufbereitung und der Heizungsunterstützung in Einfamilienhäusern zusammen.

Im Jahr 2014 hat der Klima- und Energiefonds das Förderungsprogramm „Demoprojekte Solarhaus”, mit dem Ziel gestartet, den CO2-Ausstoß bei Ein- und Zweifamilienhäusern durch einen möglichst hohen solaren Deckungsgrad deutlich zu reduzieren. Gefördert werden innovative, solarthermische Anlagen von Privatpersonen, die eine solare Deckung von mindestens 70 % des Gesamtwärmebedarfs des Hauses erreichen. Die Förderungsaktion umfasst Neubauten, Bestandsgebäude und Sanierungsprojekte. Neben der thermischen Solaranlage können auch Holzheizungen oder Wärmepumpen im Rahmen dieser Aktion gefördert werden. Die Anlage ist jedoch nicht förderungsfähig, wenn als Zusatzheizung eine Gas- oder Ölheizung eingesetzt wird.

Der Förderungssatz ist vom Heizwärmebedarf des Gebäudes abhängig, beträgt bis zu 50 % der umweltrelevanten Investitionskosten und wird als nicht rückzahlbarer Investitionszuschuss gewährt. Besonders innovative Projekte werden darüber hinaus wissenschaftlich begleitet, um die BetreiberInnen bei der Optimierung ihrer Anlagen zu unterstützen. Die Erkenntnisse aus der Begleitforschung werden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt und fließen laufend in die Umsetzung neuer Solarhäuser ein.

Die Förderungsaktion „Demoprojekte Solarhaus“ läuft vom 25.04.2017 bis zum 22.09.2017. Weitere Informationen zur Förderung von Solarhäusern finden Sie im Leitfaden.


Mustersanierung

Ineffiziente, fossile Heiztechniksysteme sowie eine schlechte thermische Qualität der Außenhülle führen zu enormen Energieverlusten und hohen CO2-Emissionen. Da die heutigen Sanierungen von Bestandsgebäuden einen maßgeblichen Einfluss auf die Treibhausgasemissionen der nächsten Jahrzehnte haben, spielt der Gebäudesektor beim Klimaschutz eine Schlüsselrolle.

Seit 2009 wurden durch das Programm bisher 70 Mustersanierungen umgesetzt bzw. befinden sich noch in der Umsetzungsphase. Diese Projekte werden auf www.mustersanierung.at umfangreich dokumentiert (technische Daten, CO2-Einsparungen u. v. m.), öffentlichkeitswirksam aufbereitet und laden zum Nachmachen ein.

Unter den 70 Mustersanierern sind 6 Passivhäuser und sogar 11 Plusenergiehäuser. 46 Gebäude werden zu 100 % aus erneuerbaren Energien versorgt und bei 60 Gebäuden konnte zu 80 % auf fossile Energie verzichtet werden. Bei allen Gebäuden konnte der Heizwärmebedarf um 79 % gesenkt werden. Durch den extrem niedrigen Energiebedarf und sehr hohen Anteil an erneuerbaren Energien gibt es in diesen Gebäuden kaum noch Treibhausgasemissionen.

Der Klima- und Energiefonds unterstützt im Rahmen dieses Programms innovative Sanierungen, die das übliche Sanierungsausmaß übertreffen. Die Förderung umfasst die thermisch-energetische Gebäudesanierung und Maßnahmen zur Anwendung erneuerbarer Energie und zur Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden, die vor 1997 errichtet wurden, sowie von denkmalgeschützten Gebäuden. Die Förderung erfolgt in Form von nicht rückzahlbaren Investitionszuschüssen. Der Förderungssatz beträgt bis zu 40 % für die thermisch-energetische Gebäudesanierung und 25 % für Maßnahmen zur Anwendung erneuerbarer Energie und zur Steigerung der Energieeffizienz. Darüber hinaus können Zuschläge bis zu den beihilfe-rechtlichen Höchstgrenzen für ein „qualitätsgeprüftes Passivhaus“, den klimaaktiv-Gold-Standard, ein Plusenergiehaus und für den überwiegenden Einsatz von Dämmstoffen mit Österreichischem Umweltzeichen oder natureplus vergeben werden.

Antragsberechtigt sind alle natürlichen und juristischen Personen in Ausübung gewerblicher Tätigkeiten (jedoch nicht auf die Gewerbeordnung beschränkt), konfessionelle Einrichtungen und Vereine sowie Einrichtungen der öffentlichen Hand und Gebietskörperschaften in Österreich.

Die Förderungsaktion „Mustersanierung“ läuft vom 28.04.2017 bis zum 19.10.2017. Weitere Informationen zur Förderung von Mustersanierungen finden Sie im Leitfaden.

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