Sanierungsoffensive 2017 – Zahlen und Fakten

Sanierungsoffensive 2017 – Zahlen und Fakten

Projektbeispiel Sanierungsoffensive für Betriebe
Das Unternehmen Fitstore24 Zanier GmbH vertreibt Sportartikel sowohl in einem Online-Shop als auch auf Verkaufsflächen an drei Standorten in Wien, Lienz und Villach. Das Sortiment besteht hauptsächlich aus Radsport- und Fitnessgeräten, aber auch aus Infrarotkabinen und Saunen. Im Zuge dieses Projektes wurde der in Lienz befindliche Hauptsitz in einer sehr kurzen Bauzeit von ca. 3 Monaten saniert. „Nicht zuletzt durch die interessante Fördermöglichkeit der KPC und dem Land Tirol haben wir uns entschlossen unser Gebäude von Grund auf thermisch zu sanieren“ reüssiert Herr Werner Zanier, Geschäftsführer des Fitstores24.

Das Gebäude wurde im Jahr 1985 erbaut. Die Maßnahme umfasste die Dämmung von rund 1.000 m² Dachfläche, 630 m² Außenwand und 590 m² erdanliegendem Boden. Weiters wurden 37 Fenster getauscht. Im Mittel wurden rund 16 cm Dämmung aufgetragen. Im Zuge der Umbau- und Sanierungsarbeiten entstanden moderne Büroräumlichkeiten und ein vollkommen neuer Shopbereich. „Die jährlichen Heizkosten wurden um 70 % reduziert“ berichtet Herr Zanier erfreut.

Gefördert wurde dieses Projekt einerseits durch die Umweltförderung des BMLFUW (Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft) und ergänzend dazu durch das Wirtschaftsförderungsprogramm des Landes Tirol (Förderung von Energiesparmaßnahmen und von erneuerbaren Energieträgern). Durch diese Maßnahme werden jährlich rund 80 Tonnen CO2 eingespart.

Unser Tipp:
Wichtig für künftige Förderungswerber: Der planende und ausschreibende Architekt sollte die Ausschreibung exakt entsprechend der Vorgaben im Energieausweis ausführen. Im vorliegenden Projektbeispiel wurden in den Ausschreibungen nur ungenaue Flächen- und Massenangaben angegeben. Dadurch mussten für den Förderungsantrag neuerlich Angebote eingeholt werden.

Mehr Informationen zu den Förderungsmöglichkeiten für Betriebe erhalten Sie unter www.sanierungsoffensive17.at


Sanierungsscheck 2017 - Sanierungen im privaten Wohnbau

Beim Sanierungsscheck 2017 für Private werden zum größten Teil umfassende Sanierungen zur Förderung eingereicht, wobei hierbei in der Regel alle Gebäudeteile thermisch saniert werden. Für solche Vorhaben gibt es bei Ein-/Zweifamilienhäusern bis zu 5.000 Euro Förderung und im mehrgeschoßigen Wohnbau pro Wohnung bis zu 3.000 Euro. Die Förderung wird als einmaliger Investitionskostenzuschuss ausbezahlt. Im folgenden Text haben wir häufig gestellte Fragen für Sie zusammengetragen, die Ihnen einen guten Überblick zu Höhe der Förderung und den Förderungsbedingungen geben.

Was kostet eine thermische Sanierung in einem 180 m2 großen Einfamilienhaus im Durchschnitt und was bringt diese? Mit wie viel Förderung kann man rechnen?
Nehmen wir an, die Investitionskosten belaufen sich auf ca. 55.000 Euro (ein durchaus realistischer Wert), dann ist mit einer Förderung von etwa 5.000 (plus einer möglichen Landesförderung) zu rechnen. Wurde vorher beispielsweise mit Heizöl geheizt reduzieren sich die Heizkosten um etwa 1.800 Euro pro Jahr.

Welche Vorteile ergeben sich noch?

  • Angenehmes Raumklima
  • Optische und qualitative Aufwertung des Gebäudes
  • Wertsteigerung des Gebäudes

Was wird gemacht?

  • Außenwand Dämmung
  • Dämmung der obersten Geschoßdecke/Dach
  • Fenstertausch
  • Dämmung der untersten Geschoßdecke o. Kellerwand bei 50 % der Anträge

Wie komme ich zu einer Förderung?
Eine Antragstellung ist sehr einfach und unkompliziert - und wenn Sie wollen auch per E-Mail möglich. Dazu müssen Sie lediglich folgende Dokumente an eine Bausparkassenzentrale übermitteln:

  • Antragsformular
  • Meldezettel
  • Grundbuchsauszug
  • Kostenvoranschläge

Muss ich einen Energieausweis erstellen lassen?
Ein Energieausweis ist jedenfalls zu berechnen. Ein Energieberater unterstützt Sie dabei gerne und berät auch kompetent, welche thermischen Maßnahmen den besten Kosten-/Nutzenfaktor haben.

Folgender TIPP noch
Sinnvoll ist es, im Zuge einer thermischen Sanierung die alte Heizungsanlage ebenfalls auszutauschen. Der Tausch der Heizungsanlage vor der Sanierung ist ineffizient, da die Wärmeleistung nach einer thermischen Sanierung zu hoch angesetzt ist. Der Tausch von fossilen Heizungsanlagen wird unter bestimmten Voraussetzungen im Rahmen der Förderungsaktion „Holzheizungen“ des Klima- und Energiefonds gefördert. Die genauen Förderungskriterien dazu finden Sie unter www.holzheizungen.klimafonds.gv.at

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