Neue Studie im Frühjahr 2017:

Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Siedlungs- und Schutzwasserwirtschaft in Österreich

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft beauftragt Studie

Die Sektoren Siedlungswasserwirtschaft (Abwasserentsorgung und Trinkwasserversorgung) und Schutzwasserwirtschaft sind aufgrund ihres österreichweiten Ver-, Entsorgungs- und Schutzauftrages flächendeckend in allen Bundesländern und Gemeinden präsent und durch ihre hohe Leistungs- und Anlagendichte ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Durch die intensiven Verflechtungen mit einer Vielzahl von vor- und nachgelagerten Wirtschaftstätigkeiten sind sowohl die Siedlungswasserwirtschaft als auch die Schutzwasserwirtschaft von hoher volkswirtschaftlicher und realpolitischer Bedeutung.

Die beiden Sektoren sind somit als bedeutender Wirtschaftsmotor zu bezeichnen. Sie beeinflussen die Wirtschaftskraft und das Wirtschaftswachstum, die Arbeitsplatzsituation und die regionale Wertschöpfung und sind in einem hohen Ausmaß direkt und indirekt starke Auftraggeber für eine große Anzahl von österreichischen Klein- und Mittelbetrieben des Produktions-, Dienstleistungs- und Bauwirtschaftssektors.

Ein Konsortium aus ÖWAV (Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband), dem Wirtschaftsberatungsinstitut QUANTUM, dem Ziviltechnikerbüro Dr. LENGYEL und der KPC wurde seitens des BMLFUW beauftragt, die volkswirtschaftlichen Effekte der Siedlungs- und Schutzwasserwirtschaft zu berechnen und darzustellen.

Ziel des Projektes ist die Durchführung einer fundierten volkswirtschaftlichen Studie über die österreichische Siedlungswasserwirtschaft und Schutzwasserwirtschaft mit all ihren direkten, indirekten und induzierten Produktions-, Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekten, die aus der Errichtung und Sanierung der Wasserinfrastruktur einerseits und dem Anlagenbetrieb andererseits abzuleiten sind.

Es wird dabei zwischen einmaligen volkswirtschaftlichen Effekten, die im Zusammenhang mit der Errichtung und Sanierung von Anlagen stehen (im Wesentlichen sind das Produktionseffekt, Wertschöpfungseffekt und Beschäftigungseffekt) und von dauerhaften volkswirtschaftlichen Effekten, die sich aus dem Betrieb der Anlagen ergeben, unterschieden.

Im Rahmen des gegenständlichen Projektes werden nicht nur die direkten Effekte aus den Güterinvestitionen untersucht, sondern darüber hinaus auch die für dessen Anschaffung/Durchführung notwendigen Vorleistungsgüter und die Vorleistungsgüter der Vorleistungsgüter etc. Das geplante Instrument zur Analyse der volkswirtschaftlichen Effekte bzw. die angewandte Methodik ist das Input-Output-Modell von Leontief, welches die direkten, indirekten sowie die induzierten Effekte ermittelt und die in einer Volkswirtschaft zwischen den einzelnen Sektoren bestehenden Verflechtungen aufzeigt.

Die Analyse erfolgt getrennt für die Bereiche Abwasserentsorgung (Kanal und Kläranlagen), Trinkwasserversorgung und Hochwasserschutz.

Die Ergebnisse der Studie werden im Frühjahr 2017 vorliegen und entsprechend präsentiert werden.

Rückfragenhinweis Fragen zur Studie richten Sie bitte an Dr. Johannes Laber, KPC

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