UFI Projekt Juni 2022

Bösendorfer Klavierfabrik GmbH - Mit neuer Anlage zu mehr Effizienz und Nachhaltigkeit in der Instrumentenproduktion

Knapp über 130 MitarbeiterInnen zählt die L. Bösendorfer Klavierfabrik GmbH, die jeden Tag dafür sorgen, dass der Bösendorfer Klang in alle Welt gelangt. An insgesamt 3 Standorten in Wien und Umgebung - Flagship Store im Musikverein, Service Center Schleiergasse und Manufaktur in Wiener Neustadt - wird verkauft, am Klang gefeilt, intoniert und produziert. Für den weltweiten Vertrieb greift Bösendorfer auf das Partnernetzwerk von Yamaha zurück.

Im Januar 2008 kauft der japanische Konzern die Klaviermanufaktur. Bedacht auf das wertvolle Kulturgut, das Bösendorfer darstellt, wird die Manufaktur als eigenständige, österreichische GmbH weitergeführt. Die erfolgreiche Restrukturierung mit einem in der Musikbranche erfahrenen Besitzer helfen Bösendorfer enorm. Obwohl im Vertrieb eng mit Yamaha zusammengearbeitet wird, werden weiterhin alle Instrumente in Wiener Neustadt gefertigt und Produktionsentwicklungen nur im eigenen Produktionsteam ausgetüftelt. Bösendorfer fokussiert sich weiterhin auf die exklusive Fertigung von knapp 300 Instrumenten pro Jahr, die in akribischer Handarbeit ausschließlich in Österreich gefertigt werden.

Das Unternehmen setzt aber nicht nur bei seinen Produkten auf höchste Qualität, auch im Produktionsprozess soll nun ein Schritt weiter in Richtung Nachhaltigkeit und Umweltschutz gegangen werden.

Maßnahmen zur Energie- und Umweltoptimierung
Bösendorfer plant nun Maßnahmen, um die Effizienz der bestehenden Lackierkabine zu erhöhen. Grundsätzlich ist die Neuanlage keine Erweiterung, das Produktionsvolumen erhöht sich nicht, sondern die Anlage wird aus ökologischen Aspekten auf den neuesten technologischen Stand gebracht. Energie- und Umweltoptimierung stehen hier im Vordergrund.

Polyesterspritzen und PUR Spritzen der Lackierkabine arbeiten derzeit noch ohne Wärmerückgewinnungen. Hohe Energieverbräuche sind die Folge. Die Altanlage benötigt noch eine Thermische Nachverbrennung, die ebenfalls sehr viel Energie verbraucht. Diese fällt mit der neuen Anlage weg. Auch kann durch die Integration einer Wärmerückgewinnung der Heizwärmebedarf reduziert werden.

Mit dieser Maßnahme können zukünftig rund 300 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Rund 426.000 Euro investiert die L. Bösendorfer Klavierfabrik GmbH in die Realisierung dieses zukunftsorientierten Großprojekts. Davon werden etwa 130.000 Euro durch Förderungen aus der „Umweltförderung im Inland“, sowie aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung bereitgestellt. Die Kommunalkredit Public Consulting ist für die Förderungsabwicklung im Auftrag des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) zuständig.

Außenansicht der Zentral Bösendorfer Klavierfabrik GmbH
Urheberrecht: Bösendorfer Klavierfabrik GmbH
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